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Das InZentIM

Migration als Wanderungsbewegung zwischen Regionen oder zwischen (aber auch innerhalb von) Staaten steigert Vielfalt.

Sie führt bei den Individuen und in allen Teilsystemen der Herkunfts- sowie der Aufnahmegesellschaften zu Veränderungen. Diese sind nicht marginal, sondern betreffen die (Re- )Konstitution der gesellschaftlichen Teilsysteme und die Gesellschaft insgesamt. Zuwanderung ist eine Herausforderung, die zu Gestaltung aufruft, damit Ressourcen erkannt und genutzt, Risiken bestimmt und minimiert sowie Chancen entwickelt und vermehrt werden.

Wer an dem Wohlergehen der Individuen sowie an dem Funktionieren von Gesellschaften interessiert ist, muss zunächst klären, wie Integration und Migration in Bezug auf Arbeit, Bildung, Gesundheit, Kultur, Politik, Recht, Religion und Sprache theoretisch und empirisch zu fassen sind. Ausgehend von der Bearbeitung dieser grundlegenden wissenschaftlichen Fragestellung können neue Möglichkeiten der Gestaltung gefunden und in ihren Konsequenzen überprüft werden.

Das Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) stellt sich dieser Aufgabe. Es soll regional verankert, zugleich national und international ausgerichtet sein. An der Universität Duisburg-Essen forschen und lehren bereits heute mehr als 60 WissenschaftlerInnen aus vielen Disziplinen und Fakultäten zu Integration und Migration. Das InZentIM will diese besondere wissenschaftliche Kompetenz, die auch für öffentliche Diskurse und Entscheidungen relevante Expertise versammelt, sichtbar machen, vernetzen und erweitern. Auf diese Weise soll die Forschung in den einzelnen Fächern, die das Fundament des Zentrums bildet, vertieft und der Austausch mit den anderen beteiligten Disziplinen und außeruniversitäten Akteuren intensiviert werden. Das InZentIM regt insbesondere zu nachhaltiger multi- und interdisziplinärer Kooperation in gemeinsamen thematischen Clustern und clusterübergreifenden Forschungsschwerpunkten an. Diese Formen der Kooperation stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Zentrums. So eröffnen sich neue Perspektiven für Fragen und Probleme, die in einzelwissenschaftlicher Forschung und in bestehenden Verbundprojekten bislang nicht adäquat bearbeitet werden konnten.

Inhaltlich bietet das InZentIM Raum sowohl für grundlagen- als auch für anwendungsorientierte Forschung. Es sollen neue Erkenntnisse zu den Integration und Migration ausmachenden Phänomenen und Gegenständen gewonnen und die Methoden dieser Forschung reflektiert werden. Darüber hinaus sollen die ethischen, politischen und professionsspezifischen Dimensionen des Forschungsgegenstands, aber auch die Bedeutung der Integrations- und Migrationsforschung für die gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse diskutiert werden. Auf der Grundlage solcher Forschung bietet das Zentrum auch Expertise für fundierten Wissenstransfer und Beratung in alle gesellschaftlichen Teilbereiche wie zum Beispiel Bildung, Industrie, Gesundheit, Medien und Verwaltung.