Religiöse Diversität an deutschen Hochschulen: Institutionelle Voraussetzungen und Perspektiven
Prof. Dr. Volker M. Heins
(Fakultät für Sozialwissenschaften | Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research)
(Kulturwissenschaftliches Institut – KWI)

Dieses Projekt widmet sich der Religion als einer Dimension (neben Geschlecht, Migrationshintergrund/Nationalität, Behinderung, Sexualität und Lebensalter) von Gleichbehandlung und Diversität. Diversitätspolitiken dienen der Gewährleistung von guten Studienbedingungen für alle Studierenden und der institutionellen Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Bedürfnisse. Der Umgang von Universitäten und Fachhochschulen mit der wachsenden Studierendengruppe islamischen Glaubens steht im Zentrum unseres Forschungsinteresses.

Zwischen weltanschaulicher Neutralität der Wissenschaft, gesellschaftlicher Vorbildfunktion der Universitäten, Religionsfreiheit und dem Gebot der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung, Studienerfolgsraten und Internationalisierung der Hochschulen entstehen ein grundsätzlicher Klärungsbedarf einerseits und ganz konkrete praktische Fragen der Gestaltung des Campusalltags im Miteinander nichtreligiöser und religiöser Universitätsangehöriger aller Glaubensrichtungen andererseits.

Im Rahmen des Projektes erfolgte eine explorative qualitative Befragung unter Mitgliedern Muslimischer Hochschulgruppen (MHGs), sowie eine bundesweit repräsentative Bestandsaufnahme von Maßnahmen und Vorkehrungen für muslimische Studierende an Hochschulen.

Projektmitarbeit: Dr. Linda Supik
Förderung: Stiftung Mercator
Laufzeit: 10/2015 – 09/2016
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