Migrantenorganisationen und die Ko-Produktion sozialer Sicherung – Eine Mehr-Ebenen-Analyse migrantischer Praktiken in wohlfahrtsstaatlichen Arrangements

Prof. Dr. Ute Klammer | Dr. Thorsten Schlee

(Fakultät für Gesellschaftswissenschaften | Institut Arbeit und Qualifikation)

Im Kontext von Migration entwickelt sich ein breites Spektrum lokaler, nationaler und transnationaler sozialer Sicherungspraktiken in mehrdimensionalen Ordnungsräumen. Das beantragte Forschungsprojekt untersucht die Transformation institutioneller und informeller sozialer Sicherung unter Bedingungen von Migration, Transnationalisierung und Globalisierung am Beispiel von Migrantenorganisationen (MO), die zu wichtigen Adressaten politischer Interventionen geworden sind. An den drei Universitätsstandorten Bochum, Dortmund und Duisburg soll die Einbettung von MO in die deutsche Wohlfahrtslandschaft untersucht werden, ausgehend von der Annahme, dass MO eine wichtige Rolle in der Vermittlung des Zugangs zu und der Erbringung von informellen (netzwerkbezogenen) und formalen (wohlfahrtsstaalichen) Sicherungsressourcen einnehmen. Die Forschung wird entlang von drei forschungsleitenden Fragen bearbeitet:

(1) Wie adressiert die politische Ebene soziale Risiken von migrierten Bevölkerungsgruppen?
(2) Wie wird auf Ebene von lokalen Migrantenorganisationen auf diese Herausforderung reagiert?
(3) Wie werden die formellen und informellen Sicherungsstrukturen von migrierten Personen tatsächlich für ihre Ziele genutzt?

Das Projekt bündelt bestehende Arbeitsschwerpunkte der beteiligten Professuren und Institutionen in den Bereichen lokaler Sozialpolitik-, Migrations- und Netzwerkforschung und zielt darauf, zukunftsfähige Forschungsstrukturen im Bereich der Migrations- und Integrationsforschung zwischen den beteiligten Hochschulen zu vertiefen und herzustellen.

Förderung: Mercator Research Center Ruhr (MERCUR)
Laufzeit: 05/2020 – 10/2022
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Kooperationen

Prof. Dr. Karolina Barglowski, TU Dortmund
Prof. Dr. Sören Petermann, Ruhr Universität Bochum
Prof. Dr. Ludger Pries, Ruhr Universität Bochum