PD Dr. Sefik Tagay
(Medizinische Fakultät Essen | Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)

Das Essener Trauma – Inventar (ETI) für Erwachsene bzw. das Essener Trauma-Inventar für Kinder und Jugendliche (ETI-KJ) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen zur Erfassung psychotraumatischer Ereignisse und posttraumatischer Störungen. Das ETI hat sich in verschiedenen Studien bereits als valides und zuverlässiges Instrument erwiesen und liegt mittlerweile in 12 Sprachen vor. Für das ETI-KJ, welches auch schon in 9 Sprachen vorliegt, wurden ebenfalls sehr gute psychometrische Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität und Validität) nachgewiesen. Beide Instrumente erlauben eine diagnostische Einordnung sowohl für die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) als auch für die Akute Belastungsstörung (ABS) nach den Diagnosekriterien des DSM-IV. Neben einer kategorialen Diagnostik posttraumatischer Störungen erlauben beide Instrumente auch eine Auswertung zur Bestimmung von Schweregraden der posttraumatischen Symptomatik, welche insbesondere zur Verlaufsdiagnostik sowie zur Beurteilung des Therapieeffektes herangezogen werden können. Zudem bieten beide Instrumente Cut-Off-Werte für ein ökonomisches Screening, um klinisch auffällige Personen zu identifizieren. Die Fragebögen sind in allen Bevölkerungsgruppen anwendbar, v.a. bei Menschen, die sehr schwerwiegenden Lebensereignissen (z.B. Naturkatastrophe, Vergewaltigung, Folter etc.) ausgesetzt sind oder waren.

Laufzeit: seit 2004