PD Dr. Sefik Tagay
(Medizinische Fakultät Essen | Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)

Was hilft Menschen, um gesund zu bleiben? Was hilft Menschen, um chronische Belastungen, kritische Lebensereignisse und / oder traumatische Ereignisse zu bewältigen? Mit dem Essener Ressourcen-Inventar (ERI) bzw. dem Essener Ressourcen-Inventar für Kinder und Jugendliche (ERI-KJ) wird eine breite und differenzierte Diagnostik der Ressourcenausstattung einer Person ermöglicht. Beide Ressourcen-Inventare sind als theorieübergreifende Messinstrumente konzipiert, welche die Ressourcenausstattung der Befragten in drei Bereichen messen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf personalen Ressourcen, die als überdauernde und zentrale Merkmale der Persönlichkeit betrachtet werden. Das Verhalten und Erleben des Menschen werden auch durch situative Faktoren bzw. situative Kräfte beeinflusst. Im ERI und im ERI-KJ werden daher neben personalen Ressourcen auch soziale und strukturelle Ressourcen erhoben. Es wird davon ausgegangen, dass alle drei Dimensionen miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen können. Im Einzelnen handelt es sich um die folgenden Ressourcenbereiche:

  • Personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit, Selbstakzeptanz, Sinnhaftigkeit, Offenheit/Flexibilität, positiver Umgang mit Kränkungen, Naturverbundenheit)
  • Soziale Ressourcen (z.B. Positive soziale Bindungen, Praktische Unterstützung)
  • Strukturelle Ressourcen (z.B. Finanzielle Sicherheit, Förderung durch die Umwelt)

Im ERI sollen die Befragten ihre Ressourcenausstattung zu zwei verschiedenen Zeitpunkten einschätzen; in einer Version bezogen auf die letzten vier Wochen und in einer zweiten Version bezogen auf die letzten vier Wochen und die letzten drei Jahren. Für ERI-KJ liegt die Vier-Wochen Version vor.

Laufzeit: seit 2007