Prof. Dr. Marcel Erlinghagen
(Fakultät für Gesellschaftswissenschaften | Institut für Soziologie)

Bislang ist weitgehend offen, wie es zu den empirisch zu beobachtenden nationalitätenspezifisch unterschiedlichen Erfolgen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt kommt. Hier setzt das geplante Projekt an, indem davon ausgegangen wird, dass der unterschiedliche Grad der Arbeitsmarktintegration zu einem gewissen Teil auf die ethno-spezifische Einbettung in soziale Netzwerke (wie z.B. ethnische Kolonien oder aber unterschiedliche Bedeutungen des familiären Kontextes) zurückzuführen ist. Die Bedeutung der Einbettung in ethno-spezifische Netzwerke ist bislang in der sozialwissenschaftlichen, migrationsbezogenen Arbeitsmarktforschung weder aus theoretischer noch aus empirischer Sicht ausreichend thematisiert worden. Durch eine Verbindung soziologischer und ökonomischer Theorieansätze und die empirische Analyse geeigneter Individualdaten mit Hilfe fortgeschrittener quantitativer Verfahren (Mehrebenenanalyse) liefert das geplante Projekt einen interdisziplinären Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 01.2010 – 06.2013