Diversity-Maßnahmen und Diskriminierungsrisiken im Zusammenhang mit Beratung, Integration und Qualitätssicherung bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen der Arbeitsagenturen und Jobcenter (ADS-AV)

Prof. Dr. Martin Brussig
(Fakultät für Gesellschaftswissenschaften | Institut Arbeit und Qualifikation – IAQ)

Die Studie untersucht organisatorische und institutionelle Diskriminierungsrisiken im Zusammenhang mit Beratung, Vermittlung und Qualitätssicherung sowie mit Diversity-Maßnahmen, die von Arbeitsagenturen und Jobcentern in Auftrag gegeben werden. Die explorative Untersuchung arbeitet den vorliegenden Forschungsstand auf, analysiert Arbeitsanweisungen, Kennziffern und Konzepte der Vermittlungsarbeit und führt leitfadengestützte Expert*inneninterviews in Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie Beratungsstellen durch. Eine ergänzende Rechtsexpertise klärt den Zusammenhang von nationalen und supranationalen gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben sowie mögliche Regelungslücken und Umsetzungsdefizite. Die Ergebnisse wurden im Kontext des Dritten Gemeinsamen Bericht der ADS und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages 2017 veröffentlicht.

Projektmitarbeit: Oya Baser | Johannes Kirsch
Förderung: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Laufzeit: 06/2015 – 08/2016
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Kooperationen

Externe Kooperationen:
Hochschule Niederrhein (Prof. Dorothee Frings)

Publikationen

Brussig, Martin; Frings, Dorothee; Kirsch, Johannes (2017): Diskriminierungsrisiken in der öffentlichen Arbeitsvermittlung. Baden-Baden: Nomos.

Brussig, Martin (2018): Diskriminierungsschutz durch Kennzahlen? Zur Entwicklung der Zielvereinbarungen im SGB II. In: Sozialer Fortschritt 67 (7), S. 549–572.