Prof. Dr. Gabriele Genge
(Fakultät für Geisteswissenschaften | Institut für Kunst und Kunstwissenschaft)

Das Forschungsprojekt untersucht den „Black Atlantic“, ein transnationales Raumkonstrukt, in das die vielfältigen – dem Kolonialismus wie Sklavenhandel geschuldeten – Migrationsbewegungen zwischen den Kontinenten Afrika, Europa und den Amerikas eingeschrieben sind. Ausgangspunkt ist dabei ein spezifisches Zeitlichkeitskonzept der als „global“ benannten Gegenwartskunst, die nunmehr als Verdichtung historischer Verflechtungsprozesse, anachroner Geschichtsentwürfe und präsenter Erinnerungskulturen verstanden wird. Betrachtet werden Kunstwerke, künstlerische Praktiken ebenso wie ästhetische Theorieentwürfe, die „andere“ Formen der Partizipation ermöglichen und damit Öffnungen in einer lange abgeschotteten ästhetischen Moderne bewirkten, sowie eine „globale“ Kunstgeschichte jenseits westlich geprägter Zeit- und Raummodelle vorstellbar machen.

Projektmitarbeiter: Dr. Angela Stercken, Dipl. Des. Kerstin Meincke
Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 01.11.2016 – 30.3.2020