Begleitevaluation der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete
Prof. Dr. Martin Brussig
(Fakultät für Gesellschaftswissenschaften | Institut Arbeit und Qualifikation)

Die Eingliederung in Ausbildung und Arbeit ist ein zentraler Faktor zur Förderung der Integration und sozialen Teilhabe der Menschen, die seit 2015 aus humanitären Gründen in Deutschland aufgenommen werden. Im April 2018 waren laut Migrations-Monitor Arbeitsmarkt der Statistik der Bundesagentur für Arbeit in den Rechtskreisen SGB II und SGB III rund 487.500 Drittstaaten-Angehörige im Kontext von Fluchtmigration als arbeitsuchend registriert; fast 77.100 von ihnen befanden sich in diesem Monat in Maßnahmen des Regelinstrumentariums der Arbeitsförderung durch Arbeitsagenturen und Jobcenter. Die Aufgabenstellung der Begleitevaluation ist, die Umsetzung, Inanspruchnahme, Wirksamkeit und Effizienz dieser arbeitsmarktorientierten Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete umfassend zu untersuchen und zu bewerten. Die Evaluation ist entlang von fünf Maßnahmengruppen gegliedert:

  1. Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung,
  2. Maßnahmen zur Förderung der Berufswahl und Berufsausbildung,
  3. Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung,
  4. Maßnahmen zur Förderung der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und
  5. Maßnahmen zur Schaffung von Beschäftigung.

Das IAQ führt in Kooperation mit dem Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) die Implementationsanalyse durch. In diesem Rahmen werden in 16 ausgewählten Kommunen (kreisfreie Städte und Kreise) lokale Fallstudien durchgeführt; in jeder von ihnen werden zwei Maßnahmentypen vertieft analysiert. Die Fallstudien verteilen sich auf zwei Phasen der Jahre 2018 und 2019. Vor Ort werden jeweils elf bis 14 leitfadengestützte Interviews mit Vertretungen des Jobcenters, der Arbeitsagentur, einer Integrationsanlaufstelle (sofern vorhanden) sowie von Maßnahmenträgern, zivilgesellschaftlichen Organisationen und anderen öffentlichen Stellen geführt.

Projektmitarbeit: Johannes Kirsch | Katharina Schilling
Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Laufzeit: 09/2017 – 03/2021
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Kooperationen

Externe Kooperationen:
Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA) – Gesamtleitung
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW)
Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW)
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Kantar Deutschland GmbH
Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)