Wie geht die Polizei in Deutschland mit Migration um? Forschung des Verbundprojekts MIGRATE an der UDE

Das Institut für Soziologie und das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) führen seit Oktober 2018 das UDE-Teilprojekt des vom Bundesforschungsministerium geförderten Verbundprojekts MIGRATE durch. Das von der Hochschule für Polizei geleitete Verbundprojekt erforscht bis voraussichtlich 2021 den Einfluss von Migration auf das Vorgehen der Polizei auf verschiedenen Ebenen.

Ziel von MIGRATE ist es, eine höhere Kompetenz der Polizei im Umgang mit einer vielfältigen Bevölkerung zu erreichen, die Aus- und Fortbildung sowie die Strukturen und Arbeitsprozesse der Polizei zu optimieren.

Das UDE-Teilprojekt wird von den InZentIM-Vorstandsmitgliedern Prof. Dr. Anja Weiß und Prof. Dr. Martin Brussig geleitet. Sie untersuchen gemeinsam mit zwei Promovierenden, wie die Polizei auf verschiedenen Hierarchieebenen die migrationsbedingte Vielfalt systematisch handhabt. Hierbei steht die Personalpolitik im Fokus: Durch den Vergleich von zwei ausgewählten Landespolizeien (u.a. Berlin) und der vertieften Untersuchung einzelner Dienststellen wird der Frage nachgegangen, wie das Personal eingesetzt wird und wie Weiterbildung und Beförderung aussehen. Dabei wird auch untersucht, ob die Personalverantwortlichen die zunehmende Vielfalt unter den Polizeifachkräften als Chance begreifen oder sie auch als Bürde ansehen.

Ausführlichere Informationen zum Projekt sind auf den Seiten der UDE einsehbar.